Kurioses

Warum sagen die Norddeutschen denn bloß zu jeder Tages- und Nachtzeit „Moin“?

Eine üble Nachrede besagt, dass die Nordlichter redefaul sind – moin kommt von „morgen“ und wäre dann ein verkürzter Gruß anstatt „Guten Morgen“, aber zu jeder Tageszeit? Dann wären die Norddeutschen ja auch denkfaul, oder einfach unkompliziert?

Morgen heißt im Plattdeutschen „morn“ und „moin“ ist abgeleitet von mooi, das wiederum „schön, gut“ bedeutet.“ 'n mooien Dag wünsch ik di"einen schönen Tag wünsche ich dir". Verkürzt wurde dies zu "moin Dag" und noch kürzer zu „moin“. Um diese Aussage nun zu betonen, kann sie wieder verdoppelt werden– also:

„moin moin“!

 

Ein fataler Irrglaube: „Wenn du deinen Teller leer isst, gibt es morgen schönes Wetter“.

Im Plattdeutschen heißt es: „Wenn du dien Teller leer ittst, dann gifft dat morn goodes wedder“ – soll ins Hochdeutsche übersetzt jedoch heißen: „Wenn du deinen Teller leer isst, dann gibt es morgen gutes wieder“, hiermit ist also wieder ein gutes Essen gemeint.